Waldhaus FUN Triathlon Team Kathrin Markus Thomas Michaela Waldhaus FUN

Horaffentriathlon in Crailsheim 2008

 

Der Horaffentriahlon in Crailsheim findet laut Landkarte in der Hohenloher Ebene statt, was sich bezogen auf die Rad- und Laufstrecke zuerst einmal beruhigend anhörte. Keine extremen Steigungen, höchstens ein paar Hügel. Die Eckdaten 600 m schwimmen, 20 km Rad fahren und 6 km laufen“ hörten sich ebenfalls easy an und so waren wir während der Vorbereitungsphase hoch motiviert und bereiteten uns an Hand des von Markus und Kathrin aufgestellten Trainingplans fleißig auf den 23.08.08 vor.

Um vorab einen Blick auf die Strecke zu werfen, haben wir beschlossen, bereits am Vorabend nach Crailsheim zu fahren. Das Navigationssystem hatte etwas Schwierigkeiten, sich in der Hohenloher Ebene, die gar nicht so eben war, zurechtzufinden, doch mit Hilfe des Streckenausdrucks aus dem Internet gelangten wir auf die Radstrecke.

Allerdings hofften wir da noch, dass es sich um eine Verwechslung handelte, denn die Straße sah aus, als ob man sie vor uns hoch geklappt hätte.von einer Ebene keine Spur mehr.das Straßenschild zeigte 16 % Steigung..wenn das nur mal reichte. Völlig beunruhigt und kurz davor abzusagen und ohne Triathlon wieder nach Hause zu fahren, beschlossen wir, dass wir es einfach mal versuchen sollten, egal mit welchem Ergebnis, Hauptsache durchkommen.

Neuer Tag, neues Glück.nicht wirklich.hinzu zu unseren sportlichen Zweifeln kam am Morgen des 23.08.08 nun auch noch, dass es sehr bewölkt war, extrem nach Regen aussah und das Thermometer ca. 10 °C anzeigte.auch das noch. Egal, wir fuhren frisch gestärkt los, schnurstracks in den Regen, wobei die Scheibenwischer mächtig zu kämpfen hatten.

GlücksbringerJetzt half nur noch eines...wir brauchten nun, um trotz der nicht optimalen Rahmenbedingungen richtig in Fahrt zu kommen, erst einmal eine extra laute Dosis der obligatorischen Einstimmung auf jedes Rennen und zwar T.N.T. von AC/DC, unsere jetzt gehts bald los macht euch bereit.werdet zum Dynamite-Hymne.und es schien zu funktionieren. Der Adrenalinspiegel stieg, das Kribbeln begann und wir waren heiß!!!

Auf dem Parkplatz direkt am bräunlich-grünlich schimmernden Schwimm-Tümpel angekommen, hatten wir erst einmal das Vergnügen, dem Kindertriathlon zuzuschauen.einfach herrlich und die Kleinen waren so motiviert das musste auch den Letzten anstecken. Also, Räder ausladen, Klappbox mit allen Utensilien packen und den eigenen Triathlonplatz vorbereiten. Beim Gang zwischen den anderen Triathleten vorbei kam zwischendurch einmal kurz die Frage auf, ob wir hier tatsächlich richtig sind.

1. wir hatten keinen Neoprenanzug.

2. Wir hatten keine Triathlonräder (ich hatte zumindest ein Rennrad ausgeliehen, doch Thomas hatte nur eine Mountainbike).

3. Wir hatten eindeutig (noch) nicht die typische Triathlonfigur. Glücklicherweise habe ich beim letzten Gang zur Toilette die gleichen Zweifel von einigen anderen Frauen mitbekommen....so haben wir uns kurz gegenseitig bemitleidet, anschließend bestärkt, viel Glück gewünscht und uns für später irgendwann mal auf der Stecke verabredet. Ok, doch nicht die einzigen Beginner.

Aufruf für die Jedermänner und Frauen, sich zu den Fahrrädern zu begeben, für die letzten Infos und die Vorbereitung für den Start ohje, vielleicht doch noch einmal zur Toilette.zu spät, keine Zeit mehr (eigentlich war ich ja auch oft genug in der letzten Stunde).

Zum Warmschwimmen gings in den Tümpel.....Warmschwimmen...bei 19 °C....wenn schon diejenigen im Neopren sagten, dass es ganz schön frisch ist, was sollten Thomas und ich in Badehose bzw. Bikini sagen??? Einmal kurz den Kopf unter Wasser, damit man sich an die Kälte gewöhnt, ohje, es war das dunkel da unten, kein Vergleich zum Schwimmtraining im Schwimmbad mit den schön blau leuchtenden Fliesen.

Startschuss! Zuerst einmal bekam ich immer noch auf Grund des kalten Wassers fast keine Luft, aber was blieb mir anderes übrig als weiter zu schwimmen, auch wenn der Abstand zu den Anderen sich recht schnell vergrößerte. Ich hatte die Beruhigung, dass in meiner Nähe (und ein paar weiteren Brustschwimmern) immer das Rettungsboot war ;-). In der Ausschreibung wurden 600 m schwimmen genannt, nun sollten es jedoch 750 m sein, na prima....erwähnte ich schon, dass Schwimmen nicht meine beste Sportart ist? Alles geht irgendwie rum und auch so kam ich zwar schon etwas erschöpft ,aber immerhin ohne Mithilfe der Rettungsschwimmer zu meinem Rad....jetzt konnte es losgehen...Stufe 2, Radfahren:

Wechselzone 1Das Umziehen und der Wechsel zum Rad gingen erstaunlich gut. Thomas hatte wohl zu diesem Zeitpunkt 6 Minuten Vorsprung....wenn das kein Ansporn war, diese Zeit wieder aufzuholen. Das Wetter war inzwischen fast schon freundlich, der Wind hatte die Straßen getrocknet und an manchen Stellen konnte man ein Stückchen blauen Himmel erahnen. Ich hatte mir als Maximalzeit 1 Stunde für die 20 km und ca. 400 hm gesetzt. Bei ca. km 1,5 sollte der erste 16 % ige Anstieg kommen.....und da war er auch schon.....steil, sehr steil,....aber überschaubar...der schlimmste Teil war zumindest einmal geschafft....insgesamt 4 Anstiege dieser Art.....ein herzliches Dankeschön noch an die Feuerwehrleute, die oben am Ende der Rampe die Radfahrer in Empfang nahmen und mit Klatschen und Zurufen neue Energie produzieren ließen....ein weiteres Dankeschön an die zweite größere Zuschauergruppe ein paar Kilometer weiter....die fünf Kühe, die der Reihe nach am Zaun standen und voller Begeisterung das Rennen beobachteten. Jeder steile Anstieg hat normalerweise auch eine steile Abfahrt zur Folge....und diese konnte sich auch sehen lassen..... 40 km/h....50 km/h....60 km/h....huiiii.

Nach ca. 50 Minuten war ich dann wieder im Start- / Zielbereich und erstaunlich fit...trotz der Anstiege und des ungewohnten Sitzens auf dem Rennrad war ich immer noch hwff (hot wie fritten fett). Der Wechsel vom Rad zum Laufen dauerte länger als der erste Wechsel, weil ich Ausschau nach Kathrin und Markus hielt um ihnen gleich zu erzählen, wie gut es doch bisher lief und dass es ja doch richtig Spaß macht....vor lauter Schabernack habe ich dabei gar nicht auf die Zeit geachtet....bis einer neben mir rief, ob ich eigentlich schon fertig sei und wenn nicht, würde er an meiner Stelle mal schnellstens loslaufen....na ja, er hatte ja Recht.

Der Weg vom Rad zur Laufstrecke ging auch noch ganz gut, aber dann wurden die Beine auf einmal schwer, aber so etwas von schwer, als ob mir beim Wechsel jemand Gewichte dran gehängt hatte.....komisch, eben war ich doch noch topfit...Das Gute war, dass die Laufstrecke dieses Jahr wohl etwas geändert wurde und einige steile Passagen nicht mehr dabei waren, sondern alles recht flach war....spätestens jetzt überholten mich einige, die ich beim Radfahren überholen konnte, wieder...mmmmh.....ich glaubte die Zeit für mein Powergel war gekommen, aber ich nahm vorerst mal nur die Hälfte, man weiß ja nie genau, wie die Verdauung reagiert, wenn man evtl. doch zu wenig getrunken hat und immerhin waren es noch fast 5 km zu laufen....einige der Mädels von der Toilette vor dem Rennen trafen sich jetzt hier wieder und wir grüßten uns und versuchten ganz unverkrampft zu lächeln und ein kurzes „bald ists geschafft in die Runde zu werfen. Thomas und ich waren gegen Ende des Laufes wieder ungefähr auf gleicher Höhe....was er beim Schwimmen schneller war, holte ich beim Rad fahren wieder auf und er dann wieder beim Laufen....die letzten Meter.....und dann würde unser erster Triathlon vorbei sein....wie waren wir Wochen vorher aufgeregt....hatten Zweifel, als wir am Vortag die Anstiege sahen, ob wir das überhaupt schaffen....und jetzt......ZIEL......wir sind FINISHER.

Eine Aussage möchte ich hier noch einfügen, in dem ich den Gewinner der olympischen Disziplin an diesem Tag zitiere, der in einem kurzen Statement meinte, dass er anfangs wirklich gestaunt hatte, als er hier die Räder und Ausrüstungen der Teilnehmer gesehen hat. Es gab viele Triathlonräder, die sicherlich mehrere tausend Euro gekostet haben. Als er dann jedoch die dazu gehörenden Leistungen der Triathleten betrachtete, wäre es manchmal doch sinnvoller mit einem Rad für 2.000Euro o.ä. zu fahren und mehr in die eigene Leistung und in die Vorbereitung zu investieren.

 

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