mz3athlon in Steinheim (Marbach) 2009
Man darf es zwar nicht zu laut sagen, schließlich hat auch der mz3athlon seine Gefühle, aber eigentlich war dieser Wettkampf nur eine Notlösung. Da mein persönliches Saisonziel erst Anfang September ist, sollten die ersten Wettkampfkilometer Mitte Mai absolviert werden. Geplant war der Heideseetriathlon bei Karlsruhe. Da dieser aber unerwartet schnell zu war und die Aussicht auf einen kurzfristig freigewordenen Startplatz mir zu ungewiss war, entschied ich mich, beim mz3athlon in Steinheim (nähe Stuttgart) anzutreten.
Es gab mehrere Strecken zur Auswahl, von der light über classic bis zu heavy, wobei die Namen täuschen.
Kurzum, ich entschied mich für die classic, welche sich aus 500m Schwimmen, 20km Radfahren und 5 km Laufen zusammensetzte. Was mich anfangs ehrlich gesagt etwas abschreckte war die Tatsache, dass das Schwimmen im Freibad statt fand. Da ich bisher nur Wettkämpfe in freien Gewässern kannte dachte ich mir ok, man kann nur gewinnen, wenn auch "wors't case" nur an Erfahrung. Zumindest die Punkte Orientierung und tatsächlich geschwommene Meter sollten hier kein Thema sein.Da es der erste Wettkampf dieses Jahr war, gab es endlich die Gelegenheit, mein neues Blue Seventy Material und die Squeezy Produkte unter realen Bedingungenzu testen.
Am Sonntag, kurz nach 7.00Uhr ging es dann los. Da Michaela und Thomas sich die Zeit momentan in Loano vertreiben
und Edwin seinen letzten Urlaubstag mit einer Radeinheit abschließen wollte fuhren Kathrin und ich alleine nach
Steinheim.
Am Parkplatz angekommen sah man sofort dass es sich um einen Jedermann-Triathlon handelte. Da waren nicht wenige die ihr altes 18kg Hercules Moped ausgegraben haben, mit und ohne Fahrradkorb, Hollandräder, Mountainbikes... aber auch High End Material, noch warm und frisch aus der Carbonform geklopft war am Start.
Das Einchecken und die Wettkampfbesprechung liefen problemlos und gut organisiert ab. Was mir bis dahin allerdings
noch etwas unklar war, das war der Ablauf beim Schwimmen. Laut Vorab-Info sollte die Startnummer den Startblock+Position
auf der Bahn beinhalten. Das soll heißen dass ich mit meiner 740 im Startblock 7, Bahn 4 als erster Schwimmer ins Rennen
gehen sollte. Aber...das wurde aus irgendeinem Grund geändert und der Sprecher brachte bei jeder der 9 Startgruppen den
gleichen Gag von wegen "Bahnenwahl" nicht "Damenwahl" meine Herren... Ist ja gut, selten so gelacht, wahnsinns Gag...
Kurzum der Ablauf war folgender: Das Schwimmbecken war ca. 300m neben der Wechselzone. Das Startfeld wurde in unterschiedlich große Gruppen aufgeteilt, was meiner Meinung nach nicht ganz nachvollziehbar ist. Es gab welche mit 30 Startern und andere (z.B. meine) mit knapp 50 Startern... Vielleicht war das der "lokal-Bonus", keine Ahnung. Jeder Schwimmer pro Bahn bekam eine andersfarbige Badekappe damit die Bahnen jedes Einzelnen kontrolliert werden konnten. Die letzten zwei Bahnen sollten per abklatschen am Arm signalisiert werden.
Die Bahnen wurden wie schon angedeutet nicht nach Startnummern, sondern nach dem Motto "wer zuerst kommt" vergeben.
Bei der Bahn hatte ich zwar Glück, es war Bahn 6 die direkt am Ausstieg war, bei der Farbe der Badekappe zog allerdings die
Null, schweinchenrosa.... na gut, man kann nicht alles haben ;-)
Auf unserer Bahn haben wir uns dann kurz vor Start abgesprochen, wer welche Zeit anvisiert, was mir prompt die Pole Position einbrachte. Mein Ziel war unter 8min30 zu schwimmen, der Kollege hinter mir peilte die 9min an usw...
Dann der Start ich versuchte die ersten Meter etwas Abstand zu bekommen um schnell in meinen Rhythmus zu kommen. Kathrin verfolgte das Schwimmen vom Beckenrand aus und versuchte mir mitzuteilen, dass ich die Beinarbeit noch mehr reduzieren solle...
Tja, manchmal wäre es gut man würde mehr auf seine Freundin h?ören. Aber das ist gar nicht so leicht wenn diese auch gleichzeitig
noch die Schwimmtrainerin ist... Nach der Hälfte des Rennens lag ich mit knapp 2 Längen in Führung, merkte aber, dass ich das hohe
Tempo so nicht halten konnte. Ich verlor etwas an Geschwindigkeit und bekam Gesellschaft. Es war ein echt harter Fight wie ich
ihn selten zuvor im freien Gewässer erlebt habe. An dieser Stelle möchte ich mich auch bei dem Brustschwimmer entschuldigen,
den ich zweimal komplett überschwommen habe (aber das kann halt passieren wenn man die Mitte der Bahn benutzt, gell)...
Obwohl meine Beinarbeit zu intensiv, meine Armarbeit zu schwach und die Rollwende bedingt durch das Gedränge 2x alles andere als
perfekt war kam ich zusammen mit Jan vom Team Silla Hopp als erster aus dem Wasser. Wir liefen rüber zur Wechselzone, klatschten
uns fair ab und wünschten uns viel Glück für das anstehende Radfahren. Insgesamt war es die 11. schnellste Schwimmzeit und sowohl ich als auch Kathrin waren mächtig stolz.
Bereits auf dem Weg raus zur Radstrecke bekamen wir Gesellschaft von einem Dritten, der mich überholte und den ich auch später ziehen lassen musste. Das war einer von 2 Radfahrern die mich auf der Radstrecke überholten. Es sollte später immerhin noch die 14. schnellste Radzeit sein. In anbetracht meiner doch müden Beine war ich mit meinem 33'er Schnitt sehr zufrieden. Die Strecke war zwar nicht besonders schwer, aber man merkte sofort wer sie aus den Jahren zuvor kannte und wer, wie ich, Neuling in Marbach war.
Mein Tacho zeigte an, dass die 20km mit knapp 250Hm versehen waren, das ist nicht unbedingt wenig. Die Strecke verlief teils auf der Straße, die dafür komplett gesperrt wurde, und teils zwischen Feldern hindurch. Es gab ein paar Passagen, bei denen man ohne schlechtes Gewissen einer Erneuerung des Belages zustimmen würde, aber diese Abschnitte waren gut gekennzeichnet und auch im Vorfeld bekannt gegeben worden.
Zurück in der Wechselzone lag ich zwischenzeitlich in der Gesamtwertung auf Rang 9. Von meinen Startblock sah ich dass ich als 3. in die Wechselzone gekommen war, nur zwei Räder vor mir da...
Los ging es zur Laufstrecke. Hier merkte ich sofort dass intensives Koppeltraining einfach unbezahlbar ist. Obwohl die Beine noch
immer sehr müde waren, klappte der Wechsel problemlos. Wie immer beim Laufen galt die Devise "Schadensbegrenzung". Zu meinem Erstaunen
musste ich aus meinem Startblock nur zwei Läufer vorbeiziehen lassen (unter anderem Mister 9min vom Schwimmen), im Gesamtergebnis reichte
es aber beim Laufen nur für die 44. Zeit. Nicht besonders aber war schon schlechter...
Als Fazit muss ich sagen bin ich mit meinem 4. AK Platz und dem 15. Platz overall sehr zufrieden. Ich hab wertvolle Wettkampfkilometer sammeln können, gemerkt dass ich beim Schwimmen noch mehr auf meine Beinarbeit achten muss und dass das Blue Seventy Material, die Squeezy Produkte und die neuen Aerolaufräder von HED absolut megageil sind.
Als nächstes steht am 06.06. Riegel an. Hier kann ich auch endlich den neuen Neo von Blue Seventy im Wettkampfeinsatz testen. Die Radstrecke dort ist sehr flach, mir bestens bekannt und ein 35'er Schnitt das Ziel. Mehr davon demnächst auf diesem Sender....
Markus