Waldhaus FUN Triathlon Team Kathrin Markus Thomas Michaela Waldhaus FUN

Schwimmen - mehr, als nur Kacheln zählen

 

Für viele Triathleten ist das Schwimmen oft nur ein leidiges Muss: monotones Kacheln zählen ist eben nicht annähernd so motivierend, wie eine abenteuerliche Mountainbike-Tour durch die faszinierende Landschaft des idyllischen Schwarzwaldes.
Aber vielleicht liegt die oft nur dürftig vorhandene Motivation für das kühle Nass auch daran, dass viele Triathleten nicht das ganze Repertoires des Schwimmsports auskosten, sondern eher dazu neigen, das Pflichtprogramm von je nach Wettkampflänge 2 - 4 km Länge in der Kraultechnik in gleichem Tempo abzuspulen.

 

 

Der Schwimmsport besteht aus den 4 Lagen:

          Delphin
         Rücken
         Brust
         Kraul


und sollte daher auch in all seinen Facetten trainiert werden.

Die Gleichschlagschwimmstile Delphin und Brust sind bravourös dafür geeignet, in der Vorbereitungsphase ohne weitere Hilfsmittel Kraftausdauer zu trainieren.

Gleichermaßen spielt der koordinative Aspekt dieser zwei Stile eine wichtige Rolle: Koordinations- und Flexibilitätstraining hilft unserem Körper zum einen, möglichst ökonomisch zu arbeiten und, für einen Triathlon unumgänglich, nur die Muskeln zu aktivieren, die für die momentane Bewegung auch definitiv gebraucht werden. Zum anderen verleiht ein koordinativ geschulter Körper Sicherheit und flexibelste Anpassungsfähigkeit in jeder noch so spontanen Situation.

Koordination kann natürlich auch mit den Lagen Kraul und Rücken geschult werden. Rücken-Beine und dazu ein Armzug, der, bevor er ins Wasser taucht noch die gegenüberliegende Schulter berührt, ist nur eine der diversen Möglichkeiten, die ein Lagen-Training interessant und spannend machen.

Alle 4 Lagen zu können ist sehr lobenswert - doch oft auch sehr Kräfte zehrend. Wie also soll die erste Disziplin des Triathlon so trainiert werden, dass für sie möglichst wenig Energie aufgewendet werden muss und vor allem die Beinmuskulatur, die in den folgenden Disziplinen Laufen und Radeln noch genügend beansprucht werden, möglichst geschont werden?

          Die Antwort hierauf muss heißen: Technik ist das A und O.

Auch wenn wir Triathleten nie mit einem Schwimmspezialisten verglichen werden sollten, wir sollten uns dennoch an deren Methodik orientieren. Die Pläne der Schwimmprofis angepasst auf unsere zu absolvierende Schwimmstrecken würde mit eine Warm-up von ca. 200 - 400m beginnen und womöglich einer Lageneinheit in langsamen Tempo und in abgewandelter Form entsprechen.

Damit meine ich, dass vor allem die Kräfte zehrenden Lagen Brust und Kraul durch eine lange Gleitphase, bzw. durch einen einarmigen Armzug abgeschwächt werden sollten. Auf das Warm-up sollte in der Regel eine koordinative Einheit folgen, die bspw. mit einigen Sprints kombiniert werden kann. Hier wäre ein 50m Sprint in der Kraultechnik denkbar, auf den sofort 25m Kraul "Achselhöhle" und 25m Kraul Beine, Brust Arme (oder andere koordinative Bewegungskombinationen) folgen. Mit einer Pause von je nach Leistungsstand 10 - 30sek sollte diese 100m Kombination ca. 8-10-mal wiederholt werden.

Im Anschluss daran sollte eine reine Ausdauereinheit folgen. Auch hier gibt es wieder sehr viele Möglichkeiten: 1000m in ganzer Lage Kraul mit variierter Atmung, je 100 m Kraul Arme mit Fingerpaddles und 100m Kraul Beine, oder 1000m in ganzer Lage mit Fingerpaddles und jeweils 25m-Tempoerhöhungen nach 75m wären wiederum nur drei der vielen Möglichkeiten.

Nach einem beliebigen Ausschwimmen von ca. 200 - 400m könnte das Training jetzt mit einer Länge von ca. 2800m beendet werden.

Bitte denkt daran, dass das Training natürlich auf Euren Trainingszustand, Eure Ziele und Eure zur Verfügung stehende Trainingszeit angepasst werden kann und muss!

Sehr gerne könnt Ihr Euch jederzeit per Email bei mir melden und ich versuche gerne, Euch mit meiner zurückliegenden, langjährigen Erfahrung als Schwimmer zu helfen!