Waldhaus FUN Triathlon Team Kathrin Markus Thomas Michaela Waldhaus FUN

Trainingsknigge

 

Welcher Hobbysportler kennt das nicht: man hat sich überreden lassen und ist mit der A-Mannschaft des örtlichen Rennradclubs ins Trainingslager gefahren. Im Vorfeld klang das alles super - lange lockere Ausfahrten, gemütliches Rollen und regenerative Einheiten. Doch spätestens bei Kilometer 5 der ersten Tour holt einen meist die Realität ein. Fazit ist, man kommt nach der ersten Tour zurück ans Radzelt, kämpft sich unter Schmerzen und permanenten Krampfanfällen in seine Adiletten und versucht, mit einem Tunnelblick irgendwie das Labyrinth im Hotelgang zu meistern. Am nächsten Morgen ist der gestrige Kolbenfresser nicht wegzudiskutieren und man kämpft sich Tag für Tag durch die Woche. Damit euch so etwas nicht passiert haben wir für euch mal ein paar typische Aussagen und deren wahren Bedeutung zusammengestellt...



(1) Wir fahren nur mal locker einige Kilometer flach:

         Das sind mind. 90 Kilometer flott über kuppiertes Gelände.


(2) Fahr am Berg dein Tempo, wir warten oben:

         Bereits nach einerm Kilometer quälst du dich alleine den Pass hoch. Sobald du mit Puls 180 über die Kuppe rollst,          schwingen sich die Kollegen ausgeruht in den Sattel und lassen es auch bergab derart krachen, dass du den Rest der          Tour kein Land mehr siehst.


(3) Häng' dich hinten rein, wir ziehen dich locker im Windschatten mit:

         Kette rechts, mit mindestens 45 km/h gegen den Wind. Nach zwei Stunden hast du so dicke Oberschenkel, dass die          problemlos die Hose von Michael Rich passt. Den Rest der Trainingswoche kannst du getrost vergessen.


(4) Ich war krank, hab überhaupt nicht trainiert:

         Der Kerl hat mindestens 2000 km in den Beinen und ist in Topform.


(5) Der Schwächste macht das Tempo:

         Du fährst die ganze Zeit im anaeroben Bereich vorne, und hinten fahren sie freihändig.


(6) Morgen machen wir Ruhetag:

         Zwei Einheiten a 50 km sind immer drin. Die Ortsschild-Sprints dienen "nur zur Mobilisation". Komisch, dass die          Kumpels voll gehen und dich auf die Parkspur verweisen. Am Abend bist du auf jeden Fall einmal mehr der Verlierer!


(7) Und hier noch ein paar Sprüche aus dem Radfahrerjargon:

         "...sich das Weiße aus den Augen fahren..." (Zitat von Zabel)


         "...voll in die Säure fahren..."


         "...bis zur Hüfte in der Milch stehen..."


         "...an dem Berg rutscht der Asphalt runter..."


        "... an dem Berg kannste Bilder aufhängen..."


         "...da war ein Wetter, da wurde die Flasche nie leer..." (es hat gepisst wie die Sau)


        "...der hat nen Antritt, da rutscht die Felge durch..."


        "...sich nen Wolf fahren..." ( Wunder Popo)


         "...ne schöne Pizza am Bein haben..." (Sturzwunde)


         "...über's Vorderrad fahren..." (nicht mehr Führung als nötig leisten)


         "...jemanden auf Kante setzen..." (im Wind fahren lassen)